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Kurzvorstellung der Methode Zukunftswerkstatt

Robert Jungk

Zukunftswerkstatt: Prinzipien

entwickelte die Methode aus der Arbeit mit Bürgerinitiativen, um Beteiligungsmöglichkeiten von Bürgern an gesellschaftlichen Prozessen zu vergrößern. Er wendete sich damit gegen Planungszentralismus.

Grundgedanke: Betroffene sind Expertinnen für das Problem, an ihren Erfahrungen und Bedürfnissen setzt unsere Moderationsarbeit an.
Menschen nehmen die Regelung ihrer Arbeits- und Lebensverhältnisse selbst in die Hand.

Methode

Zukunftswerkstatt: Einführung

Methode: Entzerrung des "normalen" Vorgehens beim Problemlösen. Bei den üblichen Problemlösungsverfahren denkt der „Innere Zensor“ immer mit. „Das geht sowieso nicht!“, „Bleib realistisch!“, Orientiere dich am Machbaren!“ sind die Sätze, mit denen wir uns innerlich oft konfrontieren. Dies führt dazu, dass manche guten Ideen nicht geboren werden.

Zukunftswerkstatt arbeitet in drei Phasen:

Kritikphase:

Zukunftswerkstatt: Kritikphase

Aus Sicht aller Beteiligten werden Schwierigkeiten und Probleme benannt und Zusammenhänge gesichtet, ggf. die eigenen Verwicklungen sichtbar gemacht. Dies führt machmal zu kathartischen Effekten. Bei Bedarf erweitern wir diese Phase zur Bestandsaufnahme: Was soll anders werden? Und was ist gut und erhaltenswert?

Phantasiephase:

Zukunftswerkstatt: Phantasiephase

ohne den allgegenwärtigen Pessimisten im Kopf (das funktioniert ja sowieso nicht, dafür gibts ja kein Geld etc.) neue Ideen produzieren, utopische Modelle entwerfen, „rumspinnen“.

Phantasien selbst gestalten

Zukunftswerkstatt: Phantasiephase

Hier geht es darum, sich wünschbare Zukünfte möglichst konkret auszumalen – denn nur, wenn man Wünsche sieht und benennt, können sie aufgegriffen und vielleicht sogar verwirklicht werden.

Umsetzungsphase:

Zukunftswerkstatt: Umsetzungsphase

Wieder auf dem Boden der Wirklichkeit werden nun realisierbare Ideen aus den Utopien geschält, Umsetzungsprojekte ausgewählt, die Umsetzung geplant und erste Schritte verabredet.

Methodik:

Zukunftswerkstatt: Methodik

In jedem Schritt wird an den Erfahrungen der TeilnehmerInnen angesetzt. Die neugierige Moderation gibt Struktur, unterstützt, fördert Bedürfnisse zu Tage.
Visualisierung ist demokratisch, unterstützt effektives Arbeiten und dokumentiert den Prozess.